Informationen für Jugendämter

Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

• Teamarbeit
• kollegiale Beratung
• Arbeitsbesprechungen des Leitungsteams
• Teamgespräche mit klarer inhaltlicher Struktur
• begleitende Supervision für Leitung und Fachkräfte
• strukturierte Einarbeitung neuer Fachkräfte
• Vernetzung (fachbezogen und im Sozialraum)
• zielgerichtete Leistungserbringung gemäß Hilfeplanung
• Regelungen zur Sicherstellung des Jugendschutzes
• Regelungen zur Sicherstellung des vorgesehenen § 8a SGB VIII Verfahrens (s. Rechtsgrundlage)
• jährlicher Qualitätsdialog im Bereich des Kreisjugendamtes
• Regelmäßiger Fachaustausch
• Individuelle kollegiale Beratung für die Mitarbeiter/innen
• Supervision
• Dokumentation und regelmäßige Überprüfung der Prozesse, Ziele, Ergebnisse und Handlungsabläufe im Rahmen der Hilfeplanung
• Regelmäßige Weiterbildungsangebote für die Mitarbeiter

Für die Qualitätsentwicklung in der internen Zusammenarbeit der Fachkräfte haben wir pädagogische und strukturelle Arbeitsprozesse standardisiert und prüfen ihre Aktualität in regelmäßigen Abständen, um eine fortlaufende Qualitätsverbesserung zu gewährleisten.

Zusammenarbeit im Hilfeplanverfahren (§ 36 SGB VIII)

Zur Vorbereitung auf jedes Hilfeplangespräch wird von unserer Fachkraft ein schriftlicher, ressourcenorientierter Verlaufsbericht erstellt, der rechtzeitig vor dem Hilfeplangespräch der zuständigen Fallführung im Jugendamt vorgelegt wird.
Der Verlaufsbericht dokumentiert den Hilfeverlauf zwischen den vereinbarten Hilfeplanungen nach § 36 SGB VIII, trifft Aussagen zu bisher erreichten Zielen und zeigt mögliche Perspektiven sowie Einschätzungen für den weiteren Verlauf auf.
Der Bericht dient als wesentliche Grundlage für das Hilfeplangespräch, um den Fortgang der Hilfe konkret beurteilen und die nächsten Ziele vereinbaren zu können.
folgende Inhaltspunkte werden im Bericht festgehalten:

• persönliche Angaben der Familie (Familienname/n, Wohnort)
• Betreuungszeitraum / Berichtszeitraum
• zuständige Fachkraft / Träger
• Rahmenbedingungen der Hilfe
• Beschreibung der aktuellen Situation
• familiäre Situation, familiäre Entwicklung
• Beziehungsverläufe
• sozioökonomische Situation
• psychosoziale Situation der Kinder
• Zielüberprüfung
• Fachliche Einschätzung

In angemessener Weise und nach Möglichkeiten besprechen unsere Fachkräfte die Berichte mit den Familien.

Personaleinsatz

Qualifikation der Fachkräfte
Die Voraussetzung für die verantwortliche Wahrnehmung der anspruchsvollen Aufgaben in der Sozialpädagogischen Familienhilfe ist ein hohes Maß an Professionalität.
Deshalb sind zur Durchführung der Sozialpädagogischen Familienhilfe insbesondere sozialpädagogische Fachkräfte mit längerer Berufserfahrung geeignet. Voraussetzung ist also die Ausbildung als Sozialpädagogin/Sozialpädagoge, Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter oder eine vergleichbare pädagogische Ausbildung mit sozialpädagogischer Zusatzqualifikation und die persönliche Eignung (Fachkräftegebot nach § 72 SGB VIII).

Neben der formalen und fachlichen Qualifikation ist uns die persönliche Eignung der Fachkräfte von großer Bedeutung. Folgende Kompetenzen sehen wir als notwendig:

• Kommunikationsfähigkeit;
• Beziehungsfähigkeit (Nähe und Distanz);
• Geduld und Zuverlässigkeit;
• Kooperationsfähigkeit;
• Fähigkeit zur Selbstreflexion der Tätigkeit und des Verhaltens;
• Flexibilität und hohe Belastbarkeit;
• Alltagskompetenz;
• Bereitschaft zur Teilnahme an Fachberatung, Supervision und Fortbildungen.

Räumliche und sächliche Ausstattung

Unser Büro befindet sich im Stadtzentrum, in der unmittelbaren Nähe vom Busbahnhof und verfügt über alle modernen Kommunikationsmittel, die unsere Klienten nach Bedarf nutzen können.
Es sind genügend Parkplätze vorhanden.
Das Jugendamt, das Rathaus und der Jobcenter sind fußläufig erreichbar.
Alle Gespräche können nach Bedarf in unserem Büro ungestört stattfinden.

Organisation und Aufsicht

Die Koordination von ambulanten Hilfen wird komplett (aufgrund der kleinen Größe des Vereins) wird komplett von der pädagogischen Leitung übernommen.
Unser Verein verfügt über den Pool von mehrsprachigen Honorarkräften, die bei Bedarf hinzugezogen werden.

Dokumentation und Aktenführung

Dokumentation und Aktenführung sind Elemente professionellen Handelns und dienen der fachlichen und rechtlichen Nachvollziehbarkeit einer geleisteten Hilfestellung und somit für uns selbstverständlich.
Aus diesem Grund legen wir für jede Familie, die in Form sozialpädagogischer Familienhilfe betreut wird, eine eigene Akte an, in der sowohl der pädagogische Hilfeverlauf als auch sonstige für die Erbringung der Hilfe notwendige Informationen gesammelt werden:
• Daten der in die Hilfe einbezogenen Mitglieder des Familiensystems (Großeltern, Schulen, Kindegärten, etc.)
• Kontaktdaten der Kooperationspartner, ggf. mit Schweigepflichtentbindungen Vereinbarungen zum internen Austausch in Form kollegialer Fallberatung/Supervision und Fallübergaben in Vertretungssituationen sowie ggf. Einverständniserklärungen bei Freizeitaktionen mit Minderjährigen.
• Fallbezogene Vereinbarungen mit dem Jugendamt sowie Hilfepläne, Berichte und ggf. Risikoeinschätzungen/Gefährdungsmitteilungen
• Ressourcenkarte, Netzwerkkarte, Genogramm

Die Dokumentation erfolgt regelmäßig nach jedem Kontakt mit der Familie bzw. mit Kooperationspartnern und dient uns damit als wichtiges Arbeitsinstrument, um den Hilfeprozess nachvollziehbar zu machen sowie Vereinbarungen bzw. Ziele zu überprüfen und ist gleichzeitig auch ein Nachweis über die erbrachte Leistung und schafft Transparenz gegenüber der Familie und Fallführung.
Selbstverständlich achten wir bei der Dokumentation und Aktenführung auf Datenschutz und behandeln alle Informationen und Daten über die Familie sehr diskret.
Die Akten werden unter Verschluss aufbewahrt. Digitale Daten sind mit einem Passwort vor Fremdzugriff sicher geschützt.

Maßgebliche Norm für die Aufbewahrung von Akten und Dokumenten freier Träger der Jugendhilfe ist § 61 Abs. 3 SGB VIII

„Werden Einrichtungen und Dienste der Träger der freien Jugendhilfe in Anspruch genommen, so ist sicherzustellen, dass der Schutz der personenbezogenen Daten bei der Erhebung und Verwendung in entsprechender Weise gewährleistet ist.“.

Abschließende Zielüberprüfung und Evaluation

Durch die intensive Betreuung und die enge Beziehung, die sich während des Unterstützungszeitraums aufgebaut haben kann, ist es in vielen Fällen sinnvoll, die Intensität der Kontakte schrittweise zurückzunehmen.
Wir legen großen Wert drauf einen Abschlusstreffen zu gestalten, in dem noch einmal der Fokus auf die erreichten Ziele, angewandten Methoden und Unterstützungsangebote sowie die entwickelten Ressourcen gelegt wird, um die Familie gestärkt zu verabschieden.

Die gemeinsam vereinbarten und festgehaltenen Ziele, die Ergebnisse bzw. Erfolge werden am Ende der Hilfe in Form eines Abschlussberichts schriftlich festgehalten.

Nachbetreuung

Grundsätzlich lassen wir unseren Familien nach Beendigung der Hilfe die Möglichkeit einer zeitlich begrenzten Nachbetreuung, welche sich auf wenige Termine beschränkt zur Bedarfs- und Handlungsanalyse im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe, wobei an die bereits erworbenen eigenen Ressourcen der Familie appelliert bzw. an entsprechende Stellen vermittelt wird.

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